Es ist später Nachmittag. Die nassen Jacken hängen im Flur, bis zum Abendessen dauert es noch, und dein Kind möchte weiterspielen. Vielleicht fehlt dir gerade die Idee dafür. Hier findest du drei Anregungen zum Bewegen und Bauen, die ihr einzeln ausprobieren könnt. Fang mit dem an, worauf dein Kind heute Lust hat.
Bevor es losgeht: Schafft eine freie, rutschfeste Spielfläche mit Abstand zu Möbelkanten. Bei Kletter- und Balanceprodukten gelten die Alters-, Aufbau- und Nutzungshinweise des Herstellers. Begleite dein Kind beim Spielen und bleib beim Klettern unmittelbar dabei.
1. Ein Weg durchs Wohnzimmer
Räum eine Ecke frei. Eine Linie aus Malerklebeband auf dem Boden, ein paar Kissen zum Umgehen: Schon ist ein Weg da. Dein Kind entscheidet, wo er beginnt und endet. Vielleicht wird aus der geraden Strecke morgen ein Weg mit Kurven. Vielleicht will es heute einfach zehnmal hin und zurück.
Habt ihr ein Balance-Set, kann dein Kind bei der Wahl des Weges mitentscheiden: gerade, im Zickzack oder um eine Ecke. Die Erwachsenen übernehmen den sicheren Aufbau gemäss Anleitung. Beim CLIFF Balancebalken-Set lassen sich die Balken zu unterschiedlichen Wegen verbinden. Beginnt mit einer einfachen Strecke, die dein Kind gut bewältigen kann.

2. Klettern mit genug Raum zum Spielen
Manchmal möchte ein Kind nach oben, wieder herunter und gleich noch einmal. Bei einem Klettergerüst zählt deshalb nicht nur, ob es in eine Zimmerecke passt. Entscheidend ist auch der freie Raum während des Spiels; eine ausgelegte Rampe braucht zusätzliche Fläche.
Wenn ihr schon ein geeignetes Klettergerüst habt, kann dein Kind eine vertraute Bewegung wiederholen. Achte dabei weiterhin auf den sicheren Aufbau, genügend freien Platz und die Nutzungshinweise des Herstellers. Es muss heute keine höhere Stufe erreichen. Wer noch nach einem passenden Modell sucht, findet Masse, Ausstattung und Unterschiede in der CLIFF-Auswahlhilfe. Messt zu Hause auch die Fläche aus, die während der Nutzung frei bleiben muss.
3. Aus dem Weg wird eine kleine Welt
Wenn dein Kind lieber am Boden spielt, legt ein paar Bauteile bereit, daneben ein Fahrzeug oder eine Figur, die ihr schon habt. «Hier ist ein Fluss. Wie kommt das Auto hinüber?» Daraus kann eine Brücke entstehen, später vielleicht ein ganzer Ort. Ein Stück mitbauen, eine Idee beisteuern und dann schauen, was dein Kind daraus macht: So könnt ihr gemeinsam anfangen.
Für Kinder ab 3 Jahren sind die Just-Blocks-Sets im Shop vorgesehen. Wenn du wissen möchtest, wie sich ihre Bauweisen unterscheiden, hilft dir die Auswahlhilfe für BASIC und Smart Lines.

Und wenn das Tablet trotzdem gefragt ist?
Vielleicht möchte dein Kind trotzdem seine Lieblingsserie sehen. Die Spielideen müssen nicht jedes Mal die erste Wahl sein. Für einen vereinbarten Zeitpunkt nach dem Bildschirm kannst du etwas Konkretes anbieten: «Wollen wir nachher die Brücke weiterbauen?» Dabei bleiben eure altersgerechten Medienregeln der Rahmen. Über den Tag sollte auch Zeit für Bewegung, Schlaf, Gespräche und freies Spiel bleiben.
Vielleicht bleibt am Ende eine Brücke stehen, an der dein Kind morgen weiterbauen möchte. Wenn sie niemandem im Weg ist, lasst sie ruhig noch einen Tag stehen.
Weiterlesen: Informationen des BAG zum Umgang mit digitalen Medien.